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Spider

SpiderF / CDN / UK 2oo2, Regie: David Cronenberg

Das Drehbuch vergessen - Spider von David Cronenberg

Über das Werk David Cronenbergs darf man getrost geteilter Meinung sein. Seine Filme umkreisen in fast besessener Weise die zwei ewig gleichen Themen: die zunehmende Technisierung  und Entfremdung des menschlichen Körpers und die Frage nach der RealitĂ€t in einer Zeit medialer Allmacht. Diesen beiden Obsessionen frönt der Kanadier in immer neuen Versuchsanordnungen und Variationen. Wie gesagt: man muss das nicht mögen, und der Vorwurf, dass Cronenberg eigentlich nur die zwei gleichen Filme immer wieder neu verfilmt, ist nicht ganz unbegrĂŒndet. In seinem neuesten Film betritt der Kanadier nun aber neues Terrain und verzichtet – zarte GemĂŒter werden es ihm zu danken wissen – fast vollstĂ€ndig auf sein Markenzeichen, seine organisch-technoide GlibberĂ€sthetik. Der Horror verlagert sich in diesem Film von der schleimigen OberflĂ€che ganz in das dĂŒstere Innere der menschlichen Seele.

Spider (Ralph Fiennes), so der Spitzname der Hauptfigur, stolpert zu Beginn des Films aus einem Zug heraus und kehrt zurĂŒck an den Ort seiner Kindheit, dem heruntergekommenen Londoner East End. Dass mit diesem Mann, der immer etwas ungelenk in der Gegend rumsteht  und dabei unverstĂ€ndliche Satzfetzen von sich gibt, etwas nicht stimmt, ist offensichtlich; es ĂŒberrascht denn auch nicht zu erfahren, dass Spider soeben aus psychiatrischer Pflege entlassen wurde. Warum er dort war, bleibt vorlĂ€ufig unklar. Gut möglich, dass er das selbst nicht so genau weiss, sein GedĂ€chtnis scheint seine Arbeit auf jeden Fall nur widerwillig zu verrichten. Doch die vertrauten Strassen seiner Jugendzeit bringen Spiders Neuronen wieder in Schwung. In zahlreichen RĂŒckblenden entsteht das Bild einer Familientragödie: herzloser Vater, sexuell unterversorgte Mutter, und ein in ödipale SehnsĂŒchte verstrickter Sohn.

Szenenbilder aus SPIDER
GedĂ€chtnisstörungen und alle Formen von Amnesie gehören seit jeher zum Grundbestand des Thrillers und anverwandten Genres. Letzte Jahr hat Christopher Nolan mit seinem ingeniösen Memento diesbezĂŒglich einen Markstein gesetzt, und momentan sind neben Spider mit The Bourne Identity und The Man without a Past noch zwei weitere Amnesiefilme zu sehen. Dass Cronenberg Interesse an diesem Motiv hat, liegt auf der Hand, ermöglicht es ihm doch, die Frage nach dem Wesen der RealitĂ€t mal von einer anderen Seite her anzugehen. Umso erstaunlicher, dass der Funke nie recht ĂŒberspringen will. Spider ist – man getraut sich kaum, es zu sagen – ziemlich langweilig.

Dass wĂ€hrend des gesamten Films keine rechte Spannung aufkommen will, liegt vor allem an zwei Dingen: Spider prĂ€sentiert uns zwei ErzĂ€hlebenen, die Gegenwart mit dem erwachsenen Spider, und die Vergangenheit mit Spider Junior. TatsĂ€chlich aber dient die Geschichte des RĂŒckkehrers nur als Vorwand fĂŒr die RĂŒckblenden, ein echter Plot entwickelt sich nicht. Zu Beginn weiss der Film noch dank sorgfĂ€ltig arrangierten Bildern zu gefallen. Mit viel Sinn fĂŒrs Triste werden hier heruntergekommene StrassenzĂŒge und dreckige FingernĂ€gel ins fahle Licht gerĂŒckt. Einen ganzen Film trĂ€gt das aber nicht. Daran kann auch Fiennes eindrĂŒckliche schauspielerische Leistung nichts Ă€ndern. Er bleibt insgesamt unterbeschĂ€ftigt, denn das eigentliche Interesse des Drehbuchs gilt nicht ihm, sondern seiner Vergangenheit.

Und damit wĂ€ren wir auch bei der zweiten, wesentlich grösseren SchwĂ€che des Films. Die blutige Tragödie, die sich da im nicht so trauten Heim des kleinen Spiders zusammenbraut ist leider ein bisschen zu abgestanden. Gut vierzig Jahre nach Psycho muss sich ein Film schon einiges einfallen lassen, um auf dem Gebiet der inzestuösen Familienmorde noch fĂŒr Furore zu sorgen. Cronenberg bietet aber nur Dutzendware und arrangiert lauter altbekannte Elemente in nicht sonderlich origineller Weise neu. Der Film gibt sich zwar alle MĂŒhe, ein Geheimnis zu inszenieren, dessen Auflösung ist aber nur fĂŒr Zuschauer ĂŒberraschend, die ihrerseits an Amnesie leiden.



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Mehr Kritiken zum Film auf Internet Movie Database Movie Review Query Engine Rotten Tomatoes


hinzugefügt: September 28th 2002
Autor: Simon Spiegel
Punkte:
zugehöriger Link: Internet Movie Database (IMDb)
Hits: 6627
Sprache: deu

  

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Spider
Veröffentlicht von IMMO am 2002-09-29 19:46:39
Meine Wertung:



Mist, da hats die URL zerschreddert... Probier ich''s nochmal neu: hier klicken fĂŒr die Kritik.

Ansonsten den Link unten rauskopieren und das ĂŒberschĂŒssige Leerzeichen aus der URL entfernen! :)

Spider
Veröffentlicht von IMMO am 2002-09-29 19:32:47
Meine Wertung:



Eine weitere Kritik zu SPIDER findet sich [url=http://www.homepagemodules.de/board/topic.php?&board=210596&id=220209&forum=11727484]hier [/url]


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